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Verstecken. Suchen. Finden.

Früher bin ich durch den Garten gerannt und habe Osterhasen und Eier gesucht.

Verstecken. Suchen. Finden. - Mit diesen Verben verbinde ich das Osterfest. In einem Jahr hatte mein Vater die Ostereier versteckt, weshalb wir die Geschenke erst im Juli gefunden haben. Wenn ich mich vor den aktuellen Ereignissen verstecken könnte, würde ich euch heute einen Text präsentieren, in dem das Verstecken, das Suchen und das Finden aufgegriffen wird. Wahrscheinlich würde ich schreiben, dass diese unvollständige Momente zu den wertvollsten Erinnerungen werden können. Oder ich würde euch erzählen, dass meine Mutter gestern ein selbstgenähtes Osternest vor die Haustür gelegt hat. Trotz all der Zeit, die sie aktuell für das Nähe von Masken aufwendet, ist sie gekommen, um eine Kleinigkeit vor die Haustür der Wohngemeinschaft zu legen. Und vielleicht würde ich anmerken, dass sie sich ohne ein Winken oder einen Gruß davonschleichen wollte und ich den Verdacht habe, dass auch sie dachte, dass das heimliche Gehen leichter wäre. Leichter als die Distanz in einer Zeit, in der man Menschen, die man liebt, nicht umarmen kann.


Letztendlich möchte ich euch nur schreiben, dass ich heute nicht das Verstecken, das Suchen oder das Finden vermisse. Ich vermisse das Zusammensein. Wir suchen aktuell nach Lösungen, um uns nicht in den Wohnungen verstecken zu müssen und uns irgendwann wieder in dieser Welt zurecht zu finden. Suchen. Verstecken. Finden. - Diese Verben haben im Jahr 2020 eine neue Bedeutung gewonnen.

Und ich hoffe, dass ihr in diesen Zeilen etwas findet. Und ich hoffe, dass wir uns heute nicht verstecken, dass wir den Kontakt suchen, den wir aktuell suchen dürfen und in Anrufen, Nachrichten und kleinen Zeilen zueinanderfinden.

Frohe Ostern!



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